Schi Club Gherdëina Raiffeisen - 2021/22

JESSICA MALSINER, SKISPRINGEN „Meine erste WM sollte eigentlich das Highlight der Saison werden. Das war sie auch, bis unser Physiotherapeut positiv auf Covid-19 getestet wurde. All das ist am Tag vor unserem Wettkampf auf der Normalschanze geschehen. Unsere Trainer mussten abreisen und meine Schwester und ich standen nun alleine da, ohne zu wissen, ob wir überhaupt am Wettkampf teilnehmen durften. Es sah eigentlich sehr schlecht aus mit der Teilnahme, aber zwei Stunden vor dem Rennen haben wir dann endlich und zum Glück das OK von der Organisation bekommen. Zur WM hin bin ich gut in Form gekommen und beim Springen auf der Normalschanze landete ich schließlich auf dem 15. Platz, welcher bis dahin mein bestes Resultat unter Weltcupathleten war. Ich freute mich schon sehr auf das Mixed Team Event und das Springen von der Großschanze. Leider ist es dazu nie gekommen, da ich am darauffolgenden Tag selbst positiv getestet wurde. Es war eine sehr schwierige Situation. Mir ging es gut, ich war in Form und wollte an den Wettkämpfen teilnehmen, stattdessen war ich alleine im Zimmer eingesperrt. In den Tagen darauf wurde dann meine Schwester und später dann alle aus der italienischen Mannschaft nach Hause geschickt. Diese Entscheidung konnte ich nicht nachvollziehen und es hat mir Leid für alle, die grundlos auf die Wettkämpfe verzichten mussten, Leid getan. Das Chaos war aber noch nicht fertig, da ich ja in Deutschland festsaß und ich nicht so einfach nach Hause konnte. Schlussendlich wurde ich vom italienischen Roten Kreuz in Oberstdorf abgeholt und nach Hause gebracht, wo ich meine Quarantäne beendete. Ich hätte mir gewünscht, etwas Schöneres über die erste WM berichten zu können, aber leider ist es eben so gegangen. Trotzdem bin ich über die ersten Tage in Oberstdorf und mein Resultat sehr froh.“ LARA MALSINER, SKISPRINGEN „Meine Weltmeisterschaft in Oberstdorf wurde leider sehr stark vom Corona Virus beeinträchtigt. Ich und meine Schwester Jessica waren gerade vom Weltcup aus Rumänien zurückgekehrt und mussten uns einem Covid-Test unterziehen. Das Resultat: alle negativ. Zwei Tage darauf mussten wir in Oberstdorf erneut einen Test machen, wo sich herausstellte, dass es einen positiven Fall gibt. Die Organisation hat uns sogleich Bescheid gegeben, dass wir nicht an der Qualifikation, geschweige denn am eigentlichen Wettkampf teilnehmen können. Nachdem festgestellt wurde, dass wir Athletinnen keinen direkten Kontakt zu unserem positiv-getesteten Physiotherapeuten gehabt hatten, konnten wir am selben Abend noch an der Qualifikation, sowie am Tag darauf am Wettkampf, teilnehmen. Am Freitag stand jedoch der nächste Test auf dem Programm, bei dem Jessicas Ergebnis positiv ausfiel. Die Organisation meinte daraufhin, dass kein italienischer Athlet sei es im Skispringen als auch im Langlauf und in der nordischen Kombination an den Start gehen dürfe, falls eine dritte Person positiv getestet werden würde. Letztendlich wurden alle Athleten aus Sicherheitsgründen von der FISI nach Hause geschickt, um weitere positive Fälle zu vermeiden. Von der Weltmeisterschaft an sich habe ich folglich nicht sehr viel mitnehmen können.“ erlebnisse Nordische WM Obersdorf 156 SCHICLUB - GHERDËINA 2021|22

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